Über mich
Hi, ich bin Andreas, besser bekannt als Dragon.moonlight. Seit über zwei Jahren widme ich mich mit großer Leidenschaft der Welt der Magie und Spiritualität. Meine Arbeit umfasst professionelle Anwendungen mit Heilkarten, die ich nutze, um Menschen auf ihrem Weg zu unterstützen und zu begleiten. Seit zweieinhalb Jahren bin ich zudem tief in der nordischen Magie verwurzelt, deren kraftvolle Traditionen und Weisheiten mich täglich inspirieren und bereichern.
Nordische Mythologie – Kern und Bedeutung
Die nordische Mythologie ist weniger ein festes Glaubenssystem mit starren Regeln, sondern vielmehr ein komplexes Beziehungsgeflecht aus Kräften, Göttern, Ahnen und der Natur. Sie umfasst verschiedene zentrale Ebenen:
- Asen & Wanen: Verkörpern Ordnung, Willenskraft, Fruchtbarkeit und den Ausgleich zwischen Gegensätzen.
- Riesen (Jötnar): Stehen für Urkräfte, Chaos und Transformation.
- Nornir: Hüterinnen des Schicksals (Wyrd/Ørlög), das nicht starr, sondern formbar ist.
- Yggdrasil: Das lebendige Weltennetz, das alle Ebenen miteinander verbindet.
Viele moderne Praktizierende betrachten die Götter nicht nur als individuelle Wesen, sondern auch als Archetypen und Kräfte, mit denen man in Beziehung tritt.
Wichtige Götter und ihre spirituelle Dimension
Die Beziehung zu den Göttern wird nicht als Anbetung verstanden, sondern als Zusammenarbeit auf Augenhöhe:
- Odin: Symbolisiert Erkenntnis, Opferbereitschaft, Magie, Runen und das Überschreiten von Grenzen. Er lädt zur inneren Arbeit ein, zur Auseinandersetzung mit dem Schatten und zur Weisheit durch Erfahrung.
- Freya: Göttin des Seiðr, der Liebe, des Selbstwerts, des Todes und des Wandels. Sie steht für magische Praxis, Intuition und weibliche Kraft, die auch für Männer von Bedeutung ist.
- Thor: Verkörpert Schutz, Erdung und Ordnung. Er unterstützt bei Abgrenzung, Kraft im Alltag und Schutzritualen.
- Tyr: Steht für Verantwortung, Wahrheit und Opferbereitschaft zum Wohle der Gemeinschaft. Er fördert Ehre, innere Klarheit und entschlossene Entscheidungen.
- Hel: Hüterin des Übergangs, der Ahnen und der Akzeptanz. Sie ist zentral für Ahnenarbeit, Loslassen und Integration.
Spirituelle Praxis im nordischen Weg
A) Blót (Opfergabe)
Blót ist kein „Bezahlen“, sondern ein Akt der Beziehungspflege. Es ist einfach und wirkungsvoll:
- Met, Bier, Wasser, Brot oder Obst als Gaben
- Kerze anzünden, Dank aussprechen und ehrliche Worte
Wichtig ist dabei vor allem Ehrlichkeit, nicht Pracht.
B) Runenarbeit
Runen sind lebendige Kräfte, keine bloßen Symbole. Ihre Anwendungsmöglichkeiten umfassen:
- Meditation mit einer Rune
- Runen ziehen zur Reflexion (nicht als Wahrsagerei)
- Runen in Holz oder Stein ritzen zur Fokussierung
Beispiele:
- Algiz: Schutz und Verbindung nach oben
- Ansuz: Odin, Inspiration und Kommunikation
- Eiwaz: Tod und Transformation
C) Seiðr und innere Magie
Seiðr ist eine verändernde Bewusstseinsarbeit. Sanfte Formen sind:
- Trance durch Trommel oder Atmung
- Visualisierung von Yggdrasil
- Arbeit mit Tiergeistern wie Rabe, Wolf, Schlange oder Drache
Wichtig: Nach der Praxis ist Erdung essenziell, z. B. durch Essen, Berührung oder Aufenthalt in der Natur.
D) Ahnenarbeit
Ahnenarbeit ist ein zentraler Bestandteil des nordischen Weges:
- Kerze für die Ahnen anzünden
- Namen laut aussprechen, auch unbekannte
- Dankbarkeit für das Leben, das durch sie weitergegeben wurde
Diese Praxis stärkt die Wurzeln und die innere Stabilität.
Magie und Verantwortung
Im nordischen Denken ist Magie das Wirken im Netz des Wyrd. Jede Handlung hat Nachklang. Macht ohne Verantwortung führt zum Verlust. Ehre (Drengskapr) ist wichtiger als bloßer Erfolg.
